Nissan GT-R R35 QAB – Brilliant White Mét. - // Godzilla!

Nissan GT-R R35

von Rene

am
Nissan GT-R R35

#NISSAN GT-R R35 - QAB BRILLIANT WHITE MÉT. - // Godzilla!

Fahrzeugdaten:

  • Nissan GT-R R35
  • QAB Brilliant White Mét.
  • Baujahr 2015
  • ca. 4500 KM Laufleistung

Verwendete Produkte:

  • Red Summer Car Shampoo ( Sonax )
  • Green Star Universalreiniger ( Koch Chemie )
  • Buffing Pad Cleaner ( Chemical Guys )
  • Mr. Pink Shampoo ( Chemical Guys )
  • Citrus Bling ( Valet PRO )
  • Dragon’s Breath Flugrostentferner ( Valet PRO)
  • Towel Wash ( Gyeon )
  • Tar, Q2M ( Gyeon )
  • Prime, Q2 ( Gyeon )
  • Prep, Q2M ( Gyeon )
  • FF3000 ( Menzerna )
  • SF4000 ( Menzerna )
  • Metal Polish ( Autosol )
  • 1000P Hi-Temp Paste Wax ( Finish Kare )
  • Glasreiniger Premium ( Nanolex )
  • Glaspolitur Premium ( Nanolex )
  • Glasversiegelung ( Nanolex )

Hilfsmittel:

  • Double Soft Touch 900 ( Lupus )
  • Basic Wash Mitt ( Lupus )
  • Polish Wipe ( Gyeon )
  • Soft Wipe ( Gyeon )
  • Bald Wipe ( Gyeon )
  • Soft Dryer ( Gyeon )
  • Suede Tuch ( Gyeon )
  • Applicator ( Gyeon )
  • Storm S3000 ( Liquid Elements )
  • Polishflex PE 14-2 150 Rotationspolierer ( Flex )
  • Stützteller, Perfect-It 3 ( 3M )
  • Stützteller, Tall Boy Mount ( Dodo Juice )
  • Fluffer ( Chemical Guys )
  • Happy Ending Edgeless Towel ( Chemical Guys )
  • Grit Guard Wash Bucket System ( Chemical Guys )
  • Hex Logic Orange Medium Heavy Cutting Pad’s ( Chemical Guys )
  • Hex Logic Yellow Heavy Cutting Pad’s ( Chemical Guys )
  • Hex Logic Green Heavy Polishing Pad’s ( Chemical Guys )
  • Polierschwamm, mittel ( Rotweiss )
  • Yellow Medium Reinigungsknete ( Valet PRO )
  • Large Sash Brushes ( Valet PRO )
  • Daytona Speedmaster High End Felgenbürste ( EZ Detail )
  • Daytona Speedmaster High End Mini Felgenbürste ( EZ Detail )
  • Hochdruckreiniger
  • Isoprophanol
  • Zahnstocher
  • Handschuhe
  • Baustrahler
  • Klebeband
  • Q-Tips

Einleitung:

„Ein Projekt, dass nicht hätte schöner sein können“. Erneut darf von einem messerscharfen Fahrzeug gesprochen werden, dass ohne mit der Wimper zu zucken, ein echtes Monster ist. Die Rede ist vom sogenannten „Godzilla“ auf den Strassen. Nissan hat mit dem GT-R R35 eine absolute Sportskanone hergestellt. Auch als aufgefrischte Version des seit 2007 gebauten Japan-Sportlers, bleibt dieses 2015er Modell ein absoluter Hingucker. Um auch über längere Zeit ein Hingucker zu bleiben, sollte das Fahrzeug aufbereitet werden.

Im Grunde genommen hätte dieses Projekt schon zu Beginn des Sommers stattfinden sollen, direkt nach einem Abgasanlagen-Upgrade bei „Novidem“. Wie so üblich wenn es um Liebhaberfahrzeuge geht. Leider wurde der Termin immer und immer wieder verschoben. Die vorbestellte Abgasanlage von „Novidem“, welche in Deutschland produziert wird, wurde nicht termingerecht fertig. Dazu kam dann auch noch der immer wiederkehrende Streik der „deutschen Post“. Am Ende verzögerte sich die ganze Situation um mehrere Monate. (!) Und somit gab es die Fahrzeugaufbereitung dann auch erst gegen Ende des Jahres.

Innenraum, Felgen, Reifen, Bremszangen, Scheiben, das komplette Exterieur.. nichts sollte unberührt bleiben. Am Tag der Übergabe entschieden wir beide uns aber dafür, den Innenraum soweit unberührt zu lassen. Nach kurzer Inspektion empfand ich diesen nämlich für sehr gut. „Dass am Ende alles durchgesaugt wurde, versteht sich von alleine“.

Das Design des 2+2-Sitzers ist apart, doch nicht ohne Reiz. Die Kombination aus flächigen und scharfkantigen Partien kann sich sehen lassen. „Für die Poliermaschine genau richtig“, meiner Meinung nach.

Mit dem Druck auf den Startknopf erwacht der 3,8-Liter-V6 Bi-Turbo. Cruisen soll mit dem Fahrzeug zwar möglich sein, doch die Ansage hier lautet eigentlich nur „Angriff“! 550 PS und 632 NM katapultieren nach vorne, sowas hat man selten erlebt. In 2,7 Sekunden (!) brüllt sich der GT-R auf Tempo 100 km/h, auch wenn ich mal in einer Fernsehreportage gehört habe, dass die 2,7 Sekunden noch nie erreicht wurden. Einzig der getunte GT-R von „Brömmler“ soll an dieser Zahl kratzen. Dennoch, Traktionsverluste soll es laut Angaben des Besitzers, aufgrund der 4x4 Technik, kaum geben. Auch in den Kurven bleibt einem der 2200 Kilogramm schwere Wagen treu. Bei nasser Fahrbahn könnte es das anders aussehen. Die Farbe nennt sich „QAB - Brilliant white“ und ist eine Metallic-Lackierung.

20-Zöller mit vorne 255er und hinten 285er Reifen.

Die brachiale Front besticht neu mit LED-Scheinwerfern und die vier runden Rückleuchten strahlen nun noch einen Tick heller vom kantig-wuchtigen Heck.

„Bedrohliche Auspuffrohre“!

Schöne Felgen verleihen dem Auto das gewisse Etwas. Doch damit sie auch schön glänzen, brauchen sie regelmässige Pflege. Sonst wird aus dem Hingucker schnell ein Weggucker. Wieder kam Valet PRO’s Drachenatem und Koch Chemie’s Allzweckreiniger zum Einsatz.

Anschliessend kann gewaschen werden. Begonnen wird bei mir immer mit einer Schaumdusche. Zum Einsatz kam das Mr. Pink Shampoo von Chemical Guys.

„Time for some action“.

Ausführliche Waschbilder wurden nicht da gemacht, da dies schon oft beschrieben wurde. Wenn es euch dennoch interessiert wie man ein Fahrzeug gründlich wäscht, so schaut doch einfach mal hier vorbei: Die 7 Grundregeln für die optimale Fahrzeugwäsche

Auch wenn das Fahrzeug dann gewaschen vor einem steht, perfekt für die Politurarbeit ist es erst, wenn der Lack gründlich geknetet wurde. Täglich setzen sich winzige, schädliche Partikel auf dem Lack fest, die locker und mühelos mit einer Reinigungsknete entfernt werden können. Unkompliziert kann mit der gelben Lackreinigungsknete von Valet PRO gearbeitet werden. Als Gleitmittel diente Citrus Bling in einer 1:6 Mischung.

Lack-/, Glas-/ und Metalloberflächen können in einem Zug behandelt werden. Es erfolgt bei dieser Art der Lackreinigung kein Abtrag der Klarlackschicht. Aufgenommene Verschmutzungen der Oberflächen können gut auf der Knetoberfläche begutachtet werden. Beim Nissan gab es relativ wenig zu bestaunen. Hier ein Bild der Knete nach komplett gekneteter Beifahrertür.

Sollte die Knetoberfläche sehr verschmutzt sein, kann sie einfach in sich „eingeknetet“ werden. Dann die Knete neu formen und fortfahren.

Getrocknet wurde das Fahrzeug erst nach der Knetarbeit.

Mehr und mehr kam mir der Gedanke, einen sehr guten, bis perfekten Lack anzutreffen. „Ob der überhaupt poliert werden muss"?

Es ging in die Garage um sich den Lack mal unterm Licht anzusehen. Später folgte das Abkleben.

Nachdem alles soweit vorbereitet war, bestätigte sich mein Gedanke zu 90%. Der Lack war in grandiosem Zustand! An manch Bauteilen war nichts an Swirl’s, Hologrammen und Kratzer zu erkennen. Auch wenn noch so penibel mit Strahler und LED-Lampe gesucht wurde.

Die einzige und wirklich kleinere Baustelle war die Motorhaube und teilweise das Dach. Im Frühjahr jagte der Besitzer seinen GT-R über die deutsche Autobahn und holte sich laut seinen Angaben, „alleine durch den Fahrtwind“ Kratzer und Spuren in den Lack. Teilweise in Fahrtrichtung, teilweise aber auch in „wirbelförmiger“ Ausrichtung. Was mich irritierte war, dass sie nicht aussahen wie typische Kratzer, sondern dunkel, schon fast schwarz wirkten. Jedoch klar war, dass an diesem Auto scharfe Polituren der falsche Weg wäre. Eine vernünftige Hochglanzpolitur sollte wie so oft das letzte an Glanz hervorzaubern.

Hätte am Schluss ein Wachs den letzten Arbeitsschritt absolviert, wäre eventuell auch ein milder Lackreiniger in Frage gekommen. Da am Ende aber eine Versiegelung stattfinden sollte, ging das nicht.

Hier ein paar Auszüge aus der Defektkorrektur..

„Wie man sieht, sieht man nichts. :) Entweder müsst Ihr nun etwas näher an den Bildschirm kommen, oder euch einfach einen tollen Lackzustand denken“.

Vorher..

Nachher..

Das kleine Stück Klebeband diente zur Fokussierung der Kamera, denn wie wir ja alle wissen, ist ein vernünftiges festhalten der Defekte auf einem weissen Auto, sehr schwer.

Erfahrungsgemäss kann man es zwar nicht pauschalisieren, aber bisher war jeder „japanische“ Lack den ich behandeln durfte, relativ weich. Ich würde mich beim Nissan GT-R R35 sogar so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass dieser der bis jetzt weichste und heikelste Lack war, den ich bearbeiten durfte.

Mit der Poliermaschine, egal ob Exzenter- oder Rotationspolierer, lief alles gut. Allerdings das Abnehmen der Politur sollte man mit Vorsicht geniessen. Schon bei zu hoher Druckausübung entstehen Kratzer im Lack. „Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass ich schon beim falschen Anblick, Kratzer in den Lack geschossen habe“.

Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld und Entschlossenheit. „Wieder“!

Am Heck angekommen, gab es auch mal für die Linse was anständiges festzuhalten.

Mit der SF4000 von Menzerna kann ohne Probleme mit einem harten Polierpad gearbeitet werden. Die Politur ist dafür ausgelegt und Menzerna gibt es selbst auch an. Die Polierkörper bräuchten mit dem weichen Polierpad zu lange um sich richtig zu zerlegen und die Politur läuft trocken.

Abgenommen wurde die Politur mit Gyeon’s Prep und kurzflorigen Mikrofasertüchern.

Von meinem persönlichen Autolackierer habe ich ausserdem gehört, dass viele Nissan GT-R R35 Orangenhaut vom extremsten hätten. An diesem Objekt ist mir das an ein paar Stellen auch aufgefallen. Nicht im extremen Fall, doch sie war da.

Bevor ist mich weiter um den langweiligen Lack gekümmert habe, wollte ich mal etwas für die Kamera tun und dieser ein paar schöne Bilder liefern. Ich setzte mich also an die Flöten!

Mit der Metalpolitur von Autosol kann man so einiges anstellen..

Vorher..

Nachher..

Vorher..

Nachher..

Selbstverständlich wurden die Metalle auch versiegelt.

Es ging also weiter mit der Polierarbeit.

Vorher..

Nachher..

Vorher..

Nachher..

Nach insgesamt 14 Stunden Polierarbeit hatte ich ein solides und gutaussehendes Lackkleid. Es konnte konserviert werden.

Gerne wird die Frage gestellt, wie denn nun der frisch polierte Lack am besten geschützt wird?! „Nun, es eigentlich egal wie man den Lack am Ende konserviert, Hauptsache es passiert – gerade bei Neuwagen - frühzeitig und ausreichend. Ein Wundermittel, gibt es leider noch nicht, auch wenn der ein oder andere Hersteller mit solch Aussagen damit um die Ecke kommt“. Beim Nissan GT-R R35 wurde auf die Versiegelung „Prime Q2“ von Gyeon gesetzt.

Diese Versiegelung besteht aus Silikon Alkoxide und sollte bei der Verarbeitung in Teilbereichen aufgetragen werden. Am einfachsten arbeitet man hier von Bauteil zu Bauteil. Nach dem Auftrag entsteht ein leichter Benzinschleier, welcher bei dunklen Lacken gut zu sehen ist. Bei helleren wird’s schwierig. Anschliessend kann sofort mit einem kurzflorigen Mikrofasertuch abgetragen werden. Bleiben Schlieren zurück, kann kurze Zeit später nochmals mit einem neuen Mikrofasertuch nachgewischt werden. Nach dem Auftrag bildet sich eine Keramikschicht auf dem Lack, das sogenannte „SiO2“ - (Siliziumoxid). Kurz gesagt handelt es sich bei dieser Versiegelung um eine Keramikversiegelungen.

Ein starkes Beading (später im Bericht noch zu sehen), einen Selbstreinigungseffekt und eine erhöhte Glanzsteigerung, wie sie hier zu sehen ist, sind nur wenige Eigenschaften, die dieses Produkt vorzuweisen hat.

Man kann es nicht oft genug sagen, doch bei solch Versiegelungen ist die Vorarbeit am wichtigsten. Der Lack muss absolut frei von vorherigen Politurresten, Wachsen oder Versiegelungen sein. Erst dann sollte versiegelt werden. So wurde auch hier zuerst komplett mirt Gyeon Prep vorgearbeitet und das ganze Auto nochmals damit behandelt und letzte Politurrückstände beseitigt.

Das wohl grösste Plus an dieser Versiegelung ist die Anwendung. „Einfacher geht’s nicht“! Es lässt sich sauber auf-/ und einfach mit einem (zwei) Mikrofasertuch abtragen.

„Godzilla“ ist das vierte Auto, welches zurzeit diese durch mich aufgetragene Versiegelung durch die Gegend kutschiert. Der Hersteller gibt 12 Monate als Schutz an. Momentan können 7 ½ Monate auf einem absoluten Alltagswagen bestätigt werden. „Lassen wir uns mal überraschen“.

Zum Ende hin wurden dann alle Scheiben am Auto mit der Premium-Versiegelung von Nanolex versiegelt, die Reifen geschwärzt, die Bremszangen versiegelt und Kleinigkeiten absolviert. Das Wetter war soweit in Ordnung und es konnten vernünftige Abschlussbilder aus allen Positionen gemacht werden.

Und das eine Versiegelung Perlen bilden kann, wird hier bewiesen.

Fazit:

Ein Auto das absolut meinen Geschmack trifft! Auch wenn ich nur wenige Minuten mit dem Wagen unterwegs war, gefiel mit des absolut. Auch mit der Arbeit bin ich zufrieden. Der Besitzer – mit Begleitung- war begeistert. „Ende gut, alles gut“. Gedauert hat die Arbeit 31h. Nun wünsche ich euch allen weiterhin ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Beste Grüsse, René / R.B. Detailing RB Detailing Facebook-Seite

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